Politik & Gesellschaft

Zwei Entschärfer bei Untersuchung eines Drohbriefs verletzt

Ein Brief mit unbekanntem Pulver und einer Todesdrohung gegen den Bürgermeister von Fameck hat zwei Entschärfungsexperten leicht verletzt. Michel Liebgott erhielt nach Medienberichten bereits zahlreiche Drohschreiben.

Fameck – 04.09.2026: Zwei Entschärfungsexperten sind am Donnerstag, 3. September, bei der Untersuchung eines verdächtigen Briefs an den Bürgermeister von Fameck im Département Moselle leicht verletzt worden. Der anonyme Umschlag enthielt ein unbekanntes Pulver und erneut eine Todesdrohung gegen Michel Liebgott. Beschäftigte der Stadtverwaltung hatten die Sendung als verdächtig erkannt und die Behörden verständigt.

Die aus Nancy angeforderten Spezialisten untersuchten die Substanz im Umfeld des Rathauses. Während eines technischen Tests kam es nach übereinstimmenden Medienberichten zu einer heftigen Reaktion. Ein Experte wurde im Gesicht verletzt, der andere an der Hand. Einer der beiden musste zur medizinischen Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht werden. Angaben zu längerfristigen gesundheitlichen Folgen lagen zunächst nicht vor.

Das Schreiben richtete sich persönlich gegen Liebgott. Nach Angaben des Bürgermeisters enthielt es politische Anschuldigungen und eine Todesdrohung. Gegenüber Franceinfo beschrieb er die wiederholten Einschüchterungen als zermürbend für ihn, seine Familie und die Beschäftigten der Kommune. Liebgott kündigte an, abermals Anzeige zu erstatten. Der neuerliche Vorfall beeinträchtigt damit auch den Arbeitsalltag im Rathaus, dessen Mitarbeiter beim Umgang mit verdächtigen Sendungen besondere Vorsicht walten lassen müssen.

Nach Berichten aus Lothringen handelt es sich um mindestens den fünfzehnten Drohbrief, den Liebgott innerhalb von acht Jahren erhalten hat. Frühere Sendungen sollen nach einem ähnlichen Muster verfasst worden sein. Ob sie von derselben Person stammen oder ein anderer Zusammenhang besteht, ist bislang nicht offiziell bestätigt. Öffentlich gesicherte Erkenntnisse zu einem möglichen Absender oder dessen Motiv gibt es nicht.

Auch die genaue Zusammensetzung des Pulvers war zunächst unbekannt. Offen blieb daher, ob die Verletzungen durch eine chemische Reaktion während der Untersuchung oder durch andere Eigenschaften des Materials verursacht wurden. Die Behörden behandelten den Umschlag als sicherheitsrelevanten Fund und überließen die Analyse eigens geschultem Fachpersonal. Dadurch sollten Beschäftigte der Verwaltung und weitere Personen vor einem möglichen Kontakt geschützt werden.

Für Liebgott war es nicht die erste Sendung mit potenziell gefährlichem Inhalt. Bereits im November 2025 ging bei der Stadtverwaltung ein an ihn adressierter Umschlag mit einer gesundheitsschädlichen Substanz ein. Die wiederkehrenden Briefe lösten jeweils Polizeieinsätze und Anzeigen aus. Der aktuelle Fall wiegt besonders schwer, weil diesmal zwei der zur Sicherung eingesetzten Fachkräfte verletzt wurden.

Die Ermittler müssen nun den Absender identifizieren, die Substanz bestimmen und mögliche Verbindungen zu früheren Drohungen prüfen. Eine forensische Analyse soll außerdem klären, ob der Umschlag gezielt so präpariert war, dass sein Inhalt bei der Untersuchung gefährlich reagierte.

Quellen

  • Franceinfo
  • Le Républicain Lorrain
  • Actu Forces de l'Ordre

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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