Wirtschaft

Zugverkehr in Paris-Montparnasse bleibt stark gestört

Nach einem Stromausfall fährt der Zugverkehr am Bahnhof Paris-Montparnasse wieder schrittweise an. Zahlreiche Verbindungen bleiben verspätet oder fallen aus.

Paris – 27.08.2026: Nach einer Störung an einer elektrischen Anlage ist der Zugverkehr am Bahnhof Paris-Montparnasse am Donnerstagvormittag vollständig unterbrochen worden. Seit etwa 14 Uhr nimmt die französische Staatsbahn den Betrieb schrittweise wieder auf. Der Fahrplan bleibt jedoch erheblich beeinträchtigt: Reisende müssen bei Abfahrten und Ankünften weiterhin mit langen Verzögerungen rechnen, mehrere Verbindungen wurden gestrichen.

Nach Angaben von SNCF Réseau begann die Störung gegen 10.30 Uhr. Ein Stromausfall in einem Raum zur Überwachung der Zugbewegungen setzte die Steuerung von Ankünften und Abfahrten außer Betrieb. Zunächst konnte deshalb kein Zug mehr verkehren. Techniker des Infrastrukturbetreibers arbeiteten vor Ort daran, die Anlage wieder in Betrieb zu nehmen und den genauen Auslöser des Stromausfalls zu ermitteln.

Besonders betroffen waren Fernverbindungen in Richtung Bretagne, Nantes und Bordeaux. Auch der Regionalverkehr geriet unter Druck, weil Paris-Montparnasse ein zentraler Ausgangspunkt für die westlichen Bahnstrecken Frankreichs ist. Auf den Anzeigetafeln häuften sich Verspätungen von mehr als einer Stunde. Die Folgen trafen sowohl abfahrende als auch eintreffende Züge und reichten damit weit über den Pariser Bahnhof hinaus.

SNCF Voyageurs erklärte am frühen Nachmittag, die technische Diagnose sei abgeschlossen und der Verkehr könne wieder aufgenommen werden. Eine solche Freigabe bedeutet allerdings keine unmittelbare Rückkehr zum regulären Fahrplan. Nach einer mehrstündigen Unterbrechung fehlen Züge und Personal an den vorgesehenen Einsatzorten; verspätete Verbindungen müssen neu in die dichte Abfolge der Zugbewegungen eingeordnet werden. Ausgefallene Fahrten lassen sich zudem nicht ohne Weiteres nachholen. Die Bahn passte deshalb ihren Verkehrsplan an und sagte mehrere Abfahrten bis 15 Uhr ab.

Der französische Verkehrsminister Philippe Tabarot bestätigte die Unterbrechung und verwies auf die eingesetzten Teams von SNCF Réseau. Eine abschließende Erklärung für die konkrete Ursache des Stromausfalls lag am Nachmittag zunächst nicht vor. Die Bahn stufte die Lage trotz des wieder anlaufenden Betriebs weiterhin als stark gestört ein. Angaben zu einzelnen Zugläufen, Abfahrtszeiten und Gleisen konnten sich daher kurzfristig ändern.

Für Reisende waren auch Anschlussverbindungen außerhalb von Paris betroffen. Wer seinen Fernzug verspätet erreicht oder dessen Fahrt ausfällt, muss mit weiteren Verschiebungen entlang der Strecke rechnen. Die Störung fiel zudem in die sommerliche Rückreisezeit, in der die Züge auf den westlichen Achsen stark ausgelastet sind.

Die Bahn riet Fahrgästen, ihre jeweilige Verbindung vor dem Weg zum Bahnhof über SNCF Connect oder die offiziellen Verkehrsinformationen zu prüfen. Maßgeblich blieben am Donnerstagnachmittag die Angaben zum einzelnen Zug; ein Zeitpunkt für die vollständige Rückkehr zum regulären Fahrplan wurde zunächst nicht genannt.

Quellen

  • Franceinfo
  • SNCF Réseau über Agence France-Presse
  • SNCF Voyageurs über Agence France-Presse

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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