Umwelt

Waldbrand bei Cagnano erfasst rund 180 Hektar

Ein Vegetationsbrand auf Cap Corse hat sich nahe Cagnano auf rund 180 Hektar ausgedehnt. Rund 200 Einsatzkräfte sichern die Brandränder und suchen nach Glutnestern.

Cagnano – 30.08.2026: Ein großer Vegetationsbrand bei Cagnano auf der korsischen Halbinsel Cap Corse hat nach Angaben lokaler Einsatzkräfte rund 180 Hektar erfasst. Das Feuer war am Samstag, 29. August, am frühen Nachmittag nahe der Départementsstraße RD 132 ausgebrochen. Ein Südwestwind trieb die Flammen rasch durch die trockene Vegetation.

Am Sonntagmorgen hatte sich die Lage zunächst stabilisiert. Die Feuerwehr konzentrierte sich darauf, die Brandränder zu sichern und verbliebene Glutnester aufzuspüren. Aus der Luft sollten zudem jene Bereiche erkundet werden, in denen das Feuer erneut aufflammen könnte. Während der Nacht war nach den vorliegenden Angaben keine größere weitere Ausbreitung verzeichnet worden.

Auf dem Höhepunkt des Einsatzes waren rund 200 Kräfte vor Ort, darunter Feuerwehrleute und auf Waldbrände spezialisierte Einheiten. Zahlreiche Fahrzeuge sowie Löschflugzeuge unterstützten die Arbeiten. Bis zum Einbruch der Dunkelheit absolvierten Canadair- und Dash-8-Maschinen nach Behördenangaben etwa hundert Löschwasserabwürfe. Die Luftunterstützung sollte vor allem die Intensität der Flammen verringern und den Bodentrupps das Vorgehen erleichtern.

Am Samstagabend hatten die Einsatzkräfte zunächst etwa 100 Hektar verbrannte Vegetation gemeldet. Im weiteren Verlauf stieg die Schätzung deutlich. Der Brand fraß sich durch dicht bewachsenes, ansteigendes Gelände in Richtung des Höhenzugs bei Pietracorbara. Steile Hänge und schwer zugängliche Abschnitte erschwerten den Einsatz am Boden; zugleich bot die ausgetrocknete Macchia dem Feuer reichlich Nahrung.

Verletzte oder beschädigte Wohnhäuser wurden bis Sonntagmittag nicht gemeldet. Betroffen waren allerdings eine landwirtschaftliche Anlage und zwei Fahrzeuge. Die Straße zum Dorf Cagnano war zeitweise für den Verkehr gesperrt, wurde später jedoch wieder geöffnet. Zur Ursache des Feuers lagen zunächst keine Angaben vor.

Auch nachdem die offene Flammenfront an Kraft verloren hatte, blieb die Gefahr einer erneuten Entzündung bestehen. Wind kann Glut in trockene, bislang unversehrte Vegetation tragen; zudem können sich in Wurzelwerk und dichtem Gestrüpp unbemerkt Hitzenester halten. Deshalb müssen die Einsatzkräfte die Ränder des Brandgebiets Stück für Stück ablöschen und über längere Zeit kontrollieren.

Der Brand gehört zu den größeren Vegetationsfeuern dieses Sommers in Haute-Corse. Die Präfektur hatte in den vergangenen Wochen wiederholt vor einer erhöhten Waldbrandgefahr durch trockene Vegetation und Wind gewarnt. Die vorläufige Bilanz von Cagnano umfasst rund 180 Hektar verbrannte Macchia, Schäden an einer landwirtschaftlichen Anlage und zwei Fahrzeugen sowie einen Einsatz von rund 200 Kräften.

Quellen

  • Franceinfo
  • Alta Frequenza
  • Corse Net Infos
  • Präfektur Haute-Corse

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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