Pomas – 25.08.2026: Ein Tornado hat am Montagnachmittag die südfranzösische Gemeinde Pomas schwer getroffen. Nach dem am Dienstag veröffentlichten Stand der Präfektur wurden 39 Menschen verletzt, zwei von ihnen schwer. 17 Verletzte mussten in Krankenhäuser gebracht werden. Rund 300 Wohnhäuser wurden zerstört oder beschädigt. Die vollständige Erfassung der Schäden dauert an.
Der Wirbelsturm zog am 24. August gegen 17.20 Uhr durch den Ort zwischen Carcassonne und Limoux. Innerhalb kurzer Zeit wurden Dächer abgedeckt und Gebäudeteile auf Straßen, Grundstücke und benachbarte Häuser geschleudert. Mehrere Gebäude sind nach den bisherigen Prüfungen nicht mehr bewohnbar. Das Ausmaß trifft eine kleine Gemeinde: Pomas hat etwas mehr als 1.000 Einwohner.
Am Montagabend ließen die Behörden den Ort vorsorglich räumen. Bewohner dürfen erst dann in ihre Häuser zurückkehren, wenn Fachleute die Bausubstanz geprüft und weitere Gefahren ausgeschlossen haben. Für Menschen, die vorerst nicht nach Hause können, wurden kommunale Notunterkünfte sowie private Unterbringungsmöglichkeiten organisiert. Neben beschädigten Dächern gelten instabile Mauern und lose Bauteile als besondere Risiken.
Mehr als 100 Feuerwehrleute und weitere Einsatzkräfte waren vor Ort. Sie durchsuchten beschädigte Häuser, versorgten Verletzte und sperrten gefährdete Bereiche ab. Nach Angaben der Unterpräfektin Marie-Hélène Bouissac werden die Kontrollen fortgesetzt. Die Behörden müssen dabei Haus für Haus klären, welche Gebäude betreten werden können und wo Sicherungsarbeiten erforderlich sind.
Die Unwetter verursachten auch außerhalb von Pomas erhebliche Störungen. Mehrere Straßen im Département Aude waren zeitweise gesperrt. Nach Angaben des Netzbetreibers Enedis hatten am Dienstagmorgen in Südfrankreich rund 21.000 Haushalte keinen Strom, darunter etwa 1.600 im Département Aude. Beschädigte Leitungen können erst repariert werden, wenn die betroffenen Bereiche für die Einsatzteams sicher zugänglich sind.
Messungen aus der Region belegen die Wucht der Wetterlage. In Arquettes-en-Val wurden Böen von bis zu 117 Kilometern pro Stunde registriert, in Montolieu fielen binnen einer Stunde 35 Millimeter Regen. Eine abschließende meteorologische Einstufung des Tornados in Pomas lag zunächst nicht vor.
Die jüngste Behördenbilanz korrigiert frühere Angaben vom Montagabend. Maßgeblich sind nun 39 Verletzte, darunter zwei Schwerverletzte, sowie rund 300 betroffene Wohnhäuser. Während die Präfektur ihre Erkundungen fortsetzt, konzentrieren sich die Arbeiten auf die Sicherung der Gebäude, die Wiederherstellung der Stromversorgung und die Unterbringung der evakuierten Bewohner.
Quellen
- Franceinfo
- Präfektur des Départements Aude
- Reuters
- TF1 Info
- Enedis
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).