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Nigers Junta meldet Ende der Meuterei mit russischer Hilfe

Nach Gefechten in Niamey erklärt Nigers Militärführung strategische Einrichtungen wieder für gesichert. Kräfte des russischen Africa Corps sollen loyale Einheiten unterstützt haben.

Niamey – 30.08.2026: Nigers Militärjunta hat eine Meuterei von Soldaten in der Hauptstadt Niamey nach eigenen Angaben niedergeschlagen. Das staatliche Fernsehen meldete, die Sicherheitskräfte hätten die angegriffenen strategischen Standorte nach stundenlangen Gefechten wieder unter ihre Kontrolle gebracht. Die Unruhen begannen in der Nacht zum 29. August und richteten sich gegen die Führung von General Abdourahamane Tiani.

Betroffen waren nach Medienberichten die Luftwaffenbasis 101 am internationalen Flughafen Diori Hamani, das Umfeld des Präsidentenpalasts und weitere militärische Einrichtungen. Auf der Basis befinden sich wichtige Kommandostrukturen der nigrischen Streitkräfte. Dort sind zudem Einheiten des russischen Africa Corps stationiert. Augenzeugen berichteten am Samstag von Schüssen und Explosionen in mehreren Vierteln Niameys.

Das staatliche Fernsehen RTN zeigte später festgenommene Soldaten. Es berichtete auch von Toten unter den Meuterern, nannte jedoch keine abschließend überprüfbare Zahl. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Associated Press, die sich auf das Staatsfernsehen berief, wurden Dutzende Soldaten getötet oder festgenommen. Unabhängig bestätigen ließen sich diese Angaben zunächst nicht.

Russlands Botschafter in Niger, Viktor Woropajew, erklärte, die nigrische Armee habe das Africa Corps um Unterstützung gebeten. Russische Kräfte hätten den loyalen Verbänden aus der Luft und am Boden geholfen. Auch Vertreter des nigrischen Militärs dankten den russischen Einheiten für ihren Beitrag. Umfang, Ablauf und Folgen des Einsatzes sind bislang jedoch nicht unabhängig dokumentiert.

Die Meuterei war die schwerste unmittelbare Bedrohung für die Militärführung seit dem Staatsstreich vom 26. Juli 2023. Damals setzte Tiani den gewählten Präsidenten Mohamed Bazoum ab und übernahm mit dem Nationalrat für den Schutz des Vaterlandes die Macht. Bazoum wird seit dem Umsturz festgehalten.

Unter der Junta hat Niger die militärische Zusammenarbeit mit Frankreich beendet und seine Beziehungen zu Russland ausgebaut. Diese Neuorientierung ähnelt dem Kurs der ebenfalls von Militärregierungen geführten Nachbarstaaten Mali und Burkina Faso. Gemeinsam bilden die drei Länder die Allianz der Sahelstaaten, die auch eine engere sicherheitspolitische Zusammenarbeit anstrebt. Das Hauptquartier ihrer gemeinsamen Streitkräfte ist Berichten zufolge ebenfalls auf der Basis 101 untergebracht.

Die Auseinandersetzungen ereigneten sich vor dem Hintergrund anhaltender Angriffe jihadistischer Gruppen im Sahel. Medien führten die Meuterei unter anderem auf Unzufriedenheit junger Soldaten mit der Sicherheitslage zurück; eine gesicherte Darstellung ihrer Motive lag zunächst nicht vor. Nach Angaben der Junta befinden sich alle angegriffenen Einrichtungen in Niamey wieder unter staatlicher Kontrolle.

Quellen

  • Franceinfo
  • Associated Press
  • Le Monde
  • Agence France-Presse via Courrier international
  • Anadolu Ajansi

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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