Politik & Gesellschaft

Nach tödlichen Geisterfahrten warnen Behörden vor gefährlichen Videos

Zwölf Menschen starben innerhalb weniger Tage bei zwei Geisterfahrer-Unfällen in England und Irland. Während die Ermittler die Vorgeschichten der Fahrten untersuchen, warnt die britische Regierung vor gefährlichen Inszenierungen im Netz. Ein Zusammenhang mit einer…

Middlesbrough – 25.08.2026: Zwei schwere Geisterfahrer-Unfälle in England und Irland haben eine Debatte über gefährliche Fahrvideos in sozialen Netzwerken ausgelöst. Innerhalb von sechs Tagen starben zwölf Menschen. Die britische Regierung fordert Plattformen wie TikTok auf, Beiträge zu entfernen, die rücksichtsloses Fahren verherrlichen. Einen nachgewiesenen gemeinsamen Internet-Trend sehen die Ermittlungsbehörden bislang jedoch nicht.

Am Samstag, 22. August, prallte auf der A66 bei South Bank nahe Middlesbrough ein Volkswagen Passat frontal mit einem ordnungsgemäß fahrenden Polizeifahrzeug zusammen. Nach Angaben der Cleveland Police war der Passat gegen 3.39 Uhr entgegen der Fahrtrichtung unterwegs. Die beiden Beamten Matthew Blades und Tom Clough sowie die fünf Insassen des Wagens starben noch am Unfallort.

Die Polizei untersucht den Ablauf gemeinsam mit der unabhängigen Polizeiaufsicht IOPC. Eine solche Prüfung ist vorgesehen, wenn Menschen im Zusammenhang mit einem Polizeikontakt sterben. Cleveland Police erklärte, vor dem Zusammenstoß seien Meldungen über zwei gefährlich gefahrene Fahrzeuge eingegangen. Der Passat soll mit einem Volvo in Verbindung gestanden haben; beide Fahrzeuge trugen nach bisherigen Erkenntnissen geklonte Kennzeichen.

Am Montag, 24. August, meldete die Polizei zwölf Festnahmen wegen mutmaßlicher Straftaten im Vorfeld des Unfalls. Ermittelt wird nach Behördenangaben unter anderem wegen des Besitzes einer Schusswaffe. Ob und gegen wen Anklage erhoben wird, ist noch offen. Die Ermittler riefen zugleich dazu auf, keine Spekulationen über die Opfer oder den genauen Unfallhergang zu verbreiten.

Bereits am 16. August waren auf der Autobahn M9 im irischen County Kildare fünf Jugendliche ums Leben gekommen. Ihr Wagen war auf der falschen Fahrbahnseite mit einem entgegenkommenden Auto kollidiert. Dessen vier Insassen, darunter ein Kind, wurden schwer verletzt. Mit dem Unfall befassen sich die irische Polizei An Garda Síochána und die Aufsichtsbehörde Fiosrú.

In sozialen Netzwerken kursieren Aufnahmen, in denen riskante Fahrmanöver als Mutprobe oder Mittel zur Reichweitensteigerung inszeniert werden. Medien bezeichneten das Phänomen als "Wrong Way Challenge". Als gesicherte Erklärung für die beiden Katastrophen taugt dieser Begriff allerdings nicht. Cleveland Police teilte ausdrücklich mit, derzeit gebe es keinen Beleg dafür, dass die Fahrt auf der A66 für TikTok gefilmt worden sei. Auch ein direkter Zusammenhang zwischen beiden Unfällen ist nicht bestätigt.

TikTok verweist auf seine Regeln gegen Inhalte, die gefährliches Verhalten und mögliche schwere körperliche Schäden fördern. Die britische Regierung verlangt von den Plattformbetreibern, entsprechende Beiträge konsequent zu entfernen. Davon unberührt bleiben die strafrechtlichen und aufsichtsrechtlichen Untersuchungen: Sie gelten dem Ablauf der Fahrten, der Vorgeschichte der beteiligten Fahrzeuge und einer möglichen Verantwortung weiterer Personen.

Quellen

  • Franceinfo: Bericht über die Unfälle und die Debatte um gefährliche Fahrvideos vom 25.08.2026
  • Cleveland Police: Aktualisierte Mitteilung zum A66-Unfall vom 22.08.2026
  • Cleveland Police: Zwölf Festnahmen im Zusammenhang mit dem A66-Unfall vom 24.08.2026
  • Independent Office for Police Conduct: Untersuchung nach dem A66-Unfall
  • RTÉ News: M9-Unfall im County Kildare
  • Associated Press: Forderung der britischen Regierung an soziale Netzwerke vom 24.08.2026

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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