Wirtschaft

Île-de-France verhandelt über Dragon-Ball-Park im Val-d’Oise

Regionalpräsidentin Valérie Pécresse bestätigt seit 18 Monaten laufende Vorarbeiten für einen Freizeitpark auf dem früheren Mirapolis-Gelände. Eine Vereinbarung mit den saudischen Investoren steht jedoch noch aus.

Courdimanche – 24.08.2026: Die Region Île-de-France arbeitet nach Angaben ihrer Präsidentin Valérie Pécresse seit 18 Monaten an einem Freizeitpark zur Manga-Marke Dragon Ball im Val-d'Oise. Bei einem Fernsehauftritt am Montag sagte Pécresse, im Élysée-Palast finde noch am selben Tag eine wichtige Sitzung statt, die den Weg zu einer Vereinbarung ebnen könne. Unterzeichnet sei bislang allerdings nichts.

Als Standort gilt das Gelände des früheren Freizeitparks Mirapolis in Courdimanche, einer Gemeinde der Agglomeration Cergy-Pontoise nordwestlich von Paris. Mirapolis wurde 1987 eröffnet und stellte bereits 1991 den Betrieb ein. Das seit Jahrzehnten brachliegende Areal könnte damit erneut touristisch genutzt werden. Konkrete Baugenehmigungen, ein Zeitplan und ein rechtsverbindlicher Investitionsvertrag sind bislang jedoch nicht bekannt.

An den Verhandlungen beteiligt ist nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP die Qiddiya Investment Company. Das saudische Unternehmen ist im Freizeit- und Unterhaltungssektor tätig und gehört zum Umfeld des staatlichen Public Investment Fund. Seit April habe es mehrere Treffen zwischen dem Élysée-Palast, der Region Île-de-France, den betroffenen Kommunen, Einrichtungen der Wirtschaftsförderung und dem Hauptinvestor gegeben, berichtete AFP.

Die Gespräche fallen mit dem Besuch des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman in Paris zusammen. Präsident Emmanuel Macron empfing ihn am 24. August zu Beratungen über die wirtschaftlichen Beziehungen beider Staaten. Nach Angaben des Élysée-Palasts will Macron um weitere saudische Investitionen in Frankreich werben. Der mögliche Freizeitpark gehört damit zu den Vorhaben, für die Frankreich Kapital aus dem Golfstaat gewinnen möchte.

Pécresse sprach von einem Projekt in der Größenordnung von Disney und verwies auf mögliche Investitionen und Arbeitsplätze. Diese Aussagen beschreiben zunächst die politischen Erwartungen. Eine belastbare Einschätzung zu Beschäftigungseffekten, Besucherzahlen, Verkehrsanbindung oder öffentlichen Folgekosten erlauben sie noch nicht. Auch die in Medien genannte Investitionssumme von mehr als einer Milliarde Euro ist weder durch einen unterzeichneten Vertrag noch durch eine offizielle Projektpräsentation abgesichert.

Für Courdimanche und die umliegenden Kommunen wären neben den wirtschaftlichen Chancen vor allem Fragen der Flächennutzung und Infrastruktur zu klären. Ein Freizeitpark dieser Größenordnung würde voraussichtlich umfangreiche Planungs- und Genehmigungsverfahren erfordern. Welche öffentlichen Stellen dabei finanzielle oder organisatorische Verpflichtungen übernehmen sollen, wurde bisher nicht erläutert.

Qiddiya verfolgt in Saudi-Arabien bereits ein vergleichbares Konzept: Im März 2024 kündigte das Unternehmen gemeinsam mit dem japanischen Rechteinhaber Toei Animation einen Dragon-Ball-Themenpark nahe Riad an. Ob Markenrechte, Flächenplanung und Finanzierung für Courdimanche in ähnlicher Form geregelt werden könnten, ist offen. In Frankreich liegt bislang ein fortgeschrittenes Verhandlungsprojekt vor, aber kein bekannt gegebener Abschluss.

Quellen

  • Franceinfo
  • TF1 Info
  • AFP
  • Élysée-Palast

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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