Wirtschaft

Französische Trailmarken profitieren vom Boom der Bergläufe

Der Sieg von Blandine L'Hirondel beim Ultra-Trail du Mont-Blanc rückt einen wachsenden Markt ins Blickfeld: Französische Hersteller erweitern ihr Angebot an Schuhen und Ausrüstung für Bergläufe.

Chamonix – 30.08.2026: Der Sieg von Blandine L'Hirondel beim Ultra-Trail du Mont-Blanc ist ein sportlicher Erfolg und zugleich ein Schaufenster für einen wachsenden französischen Markt. Die 35-Jährige erreichte am Samstag nach 174 Kilometern und 9.900 Höhenmetern als schnellste Frau das Ziel in Chamonix. Mit 21 Stunden, 54 Minuten und 49 Sekunden blieb sie unter der Marke von 22 Stunden.

L'Hirondel setzte sich auf der Strecke durch Frankreich, Italien und die Schweiz gegen ein international besetztes Feld durch. Im Gesamtklassement belegte sie Rang 26. Das Rennen der Männer gewann der US-Amerikaner Ben Dhiman. Wegen erwarteter Gewitter war der Start um zwei Stunden verschoben worden. Für L'Hirondel vervollständigt der Erfolg eine bemerkenswerte Serie beim Mont-Blanc-Event: Zuvor hatte sie dort bereits 2021 die OCC und 2022 die CCC gewonnen.

Das Rennen macht zugleich sichtbar, wie stark sich Trailrunning als eigener Wirtschaftszweig entwickelt hat. Die Ausrüstung der Spitzenläufer dient den Herstellern als Testfeld und Werbefläche. Schuhe müssen auf Fels und Schlamm ebenso funktionieren wie bei langen Abstiegen, großen Temperaturunterschieden und stundenlanger Belastung. Hinzu kommen Laufwesten, Stöcke, Funktionskleidung und Sicherheitsausrüstung.

Unter den französischen Anbietern finden sich Unternehmen mit sehr unterschiedlichen Geschäftsmodellen. Salomon aus Annecy ist international etabliert und eng mit dem Bergsport verbunden. Kiprun, eine Marke des französischen Sporthandelskonzerns Decathlon, richtet sich mit einer breiten Preisspanne an ein großes Publikum. Raidlight aus der Chartreuse konzentriert sich auf Trailrunning und Langstreckenausrüstung. Auch der in Isère verwurzelte Wintersportausrüster Rossignol baut sein Sommergeschäft aus.

Rossignol begründete diesen Kurs 2025 mit der wachsenden Nachfrage nach Trail-Schuhen. Nach damaligen Angaben des Unternehmens entfiel in Frankreich bereits etwa jedes fünfte verkaufte Paar Laufschuhe auf Geländemodelle. Das Geschäft reicht inzwischen über organisierte Wettkämpfe hinaus. Trail-Schuhe werden wegen ihres Profils und ihrer robusten Verarbeitung auch beim Wandern oder im Alltag getragen. Damit erweitert sich die Kundschaft über die vergleichsweise kleine Gruppe der Ultraläufer hinaus.

Der Erfolg in Chamonix belegt allerdings nicht die Qualität eines bestimmten Produkts. Die Schuhwahl hängt von individuellen Bedürfnissen, Streckenbedingungen und Sponsoringverträgen ab. Wirtschaftlich bedeutsam ist vielmehr die internationale Aufmerksamkeit für eine Disziplin, in der französische Unternehmen seit Jahren entwickeln und investieren. Der UTMB bietet ihnen dafür eine besonders sichtbare Bühne: Das Rennen führt durch drei Länder und endet am Fuß des Mont Blanc.

Quellen

  • Franceinfo
  • Le Monde
  • L'Équipe
  • UTMB World
  • Raidlight
  • Le Monde Wirtschaft

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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