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Französisch-ägyptischer Forscher zu acht Jahren Haft verurteilt

Amr Abdelfattah ist in Saudi-Arabien zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Menschenrechtsorganisationen erheben schwere Vorwürfe gegen das Verfahren und die Haftbedingungen.

Dschidda – 30.08.2026: Der französisch-ägyptische Ingenieur und Forscher Amr Abdelfattah ist in Saudi-Arabien nach Angaben der Menschenrechtsorganisation ALQST zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Das Urteil wurde demnach im August bekannt. Amnesty International teilte mit, Abdelfattahs Anwalt in Frankreich habe in diesem Monat von der mehrjährigen Gefängnisstrafe erfahren. Genaue Angaben zum Strafmaß und zur Urteilsbegründung hätten ihm zunächst nicht vorgelegen.

Abdelfattah war am 16. Juni 2024 während der Hadsch-Pilgerfahrt in Mekka festgenommen worden. Ausgangspunkt war Berichten zufolge eine Kontrolle seiner Pilgergenehmigung, die sich als ungültig erwies. Seine Familie erklärte, sie sei beim Erwerb religiöser Visa von einem Vermittler betrogen worden. Der Forscher bestreitet zudem den Vorwurf, einen saudischen Polizisten beleidigt und die Regierung des Königreichs herabgewürdigt zu haben.

Aus der Auseinandersetzung entwickelte sich ein Verfahren vor dem saudischen Spezialstrafgericht, das auch für Terrorismusvorwürfe zuständig ist. Menschenrechtsorganisationen zufolge wurden Abdelfattah weitere Delikte im Zusammenhang mit öffentlichen Äußerungen und der Meinungsfreiheit zur Last gelegt. Auf welche Beweise sich die Richter stützten und welche Taten sie als erwiesen ansahen, ist öffentlich nicht nachvollziehbar. Eine Stellungnahme der saudischen Justiz zu dem Urteil lag zunächst nicht vor.

Der 41-Jährige ist Vater von drei Kindern und lebt seit Jahren in Frankreich. Nach Angaben seiner Unterstützer wird er im Zentralgefängnis Dhahban nahe Dschidda festgehalten. Seine französische Anwältin und seine Ehefrau berichteten bereits vor dem Urteil von stark eingeschränkten Kontakten zur Außenwelt. Französische Konsularvertreter sollen zu den Verhandlungen keinen Zugang erhalten haben. Zugleich hatte Abdelfattah seit seiner Festnahme nach Angaben seiner Anwältin mehrere konsularische Besuche bekommen.

Schwer wiegen die Vorwürfe zu seinen Haftbedingungen. Abdelfattah, seine Angehörigen und Menschenrechtsorganisationen berichten von Schlägen, Isolation, Drohungen und verweigerter medizinischer Versorgung. Eine öffentliche Untersuchung saudischer Behörden, die diese Angaben bestätigt oder widerlegt, ist bislang nicht bekannt. Amnesty International fordert seine unverzügliche Freilassung. Die Organisation verweist auf lange Phasen ohne Familienkontakt und auf Einschränkungen seiner Verteidigungsrechte.

Der Fall betrifft Frankreich unmittelbar, weil Abdelfattah neben der ägyptischen auch die französische Staatsangehörigkeit besitzt. Seine Angehörigen verlangen von Paris stärkeren diplomatischen Druck und ein Drängen auf Überprüfung des Verfahrens. Seit seiner Festnahme während der Pilgerfahrt befindet sich der Forscher seit mehr als zwei Jahren in saudischem Gewahrsam.

Quellen

  • Franceinfo
  • Amnesty International
  • ALQST for Human Rights
  • Le Monde

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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