Die französische Wirtschaftsmeldung des Mittags hat zwei sehr unterschiedliche Gesichter. Im Val-d'Oise bekräftigten Frankreich und Saudi-Arabien die Absicht, bei Cergy-Pontoise einen großen Freizeit-, Hotel-, Kultur- und Sportkomplex mit bis zu drei Hauptattraktionen zu entwickeln. Qiddiya stellt rund sechs Milliarden Euro über den gesamten Entwicklungszyklus in Aussicht. Die von der Präsidentschaft genannten Beschäftigungseffekte und das mögliche Ausmaß des Projekts sind noch keine vollendeten Tatsachen: Zeitplan, Finanzierung im Detail sowie Planungs- und Umweltverfahren stehen aus. Gerade die Flächen-, Wasser- und Energiefragen werden regional entscheidend sein.
In Dijon ist die Lage unmittelbarer. Das Handelsgericht hat für Cycles Lapierre ein gerichtliches Sanierungsverfahren eröffnet und eine sechsmonatige Beobachtungsphase festgesetzt. Die traditionsreiche Marke kann zunächst weiterarbeiten, muss nun aber ohne die insolvente Muttergesellschaft Accell einen tragfähigen Investor finden. Für 106 Beschäftigte und den Industriestandort Dijon beginnt damit ein Wettlauf gegen die Zeit. Zusammen zeigen beide Fälle, worauf die Aufmerksamkeit fällt: auf große Investitionsversprechen im Großraum Paris ebenso wie auf die Sicherung konkreter industrieller Arbeitsplätze in den Regionen.