Wewak – 25.08.2026: Bewaffnete Männer haben in der Nacht zum 20. August die französische Forschungsschonerin Tara vor der Küstenstadt Wewak in Papua-Neuguinea überfallen. Nach Angaben der Tara Ocean Foundation näherten sich die Täter mit einem Motorboot, enterten das vor Anker liegende Schiff und bedrohten die Wachperson sowie weitere Mitglieder der Besatzung.
Der Angriff ereignete sich kurz vor 23 Uhr, am Vorabend der geplanten Weiterreise. Die Männer verlangten nach Angaben der Stiftung Bargeld und Wertgegenstände. Sie erbeuteten unter anderem Computer, ein Smartphone und persönliche Dinge. Nach wenigen Minuten verließen sie die Schonerin wieder. Verifizierte Angaben zur Identität der Täter oder zu möglichen Festnahmen lagen am Dienstag nicht vor.
Der Deckschef berichtete am Dienstag im französischen Radiosender ICI Berry von fünf oder sechs Angreifern. Alles sei sehr schnell gegangen. Die Männer hätten die Besatzung an Bord bedroht. Die Crew sei erschüttert, zugleich aber erleichtert, vergleichsweise glimpflich davongekommen zu sein. Der Bericht vermittelt einen Eindruck von der unmittelbaren Bedrohung, lässt jedoch keine abschließende Rekonstruktion des Überfalls zu.
Ein Besatzungsmitglied erlitt laut Stiftung leichte Verletzungen. Die übrigen Menschen an Bord blieben demnach körperlich unversehrt. Für die zehn Crewmitglieder, die sich während des Angriffs auf dem Schiff befanden, wurde französischen Medien zufolge psychologische Unterstützung organisiert. Die Stiftung erklärte, sie begleite das Team sowohl auf See als auch von Frankreich aus.
Tara hatte zuvor mehrere Monate in Papua-Neuguinea geforscht. Die Schonerin ist im Rahmen der Expedition Tara Coral unterwegs, die Korallenriffe im sogenannten Korallendreieck untersucht. Dieses besonders artenreiche Meeresgebiet erstreckt sich über mehrere Staaten im westlichen Pazifik. Das Forschungsprogramm soll bis November 2027 Erkenntnisse darüber liefern, weshalb einige Korallen steigenden Wassertemperaturen besser widerstehen als andere. Papua-Neuguinea ist eines von sechs vorgesehenen Einsatzländern der Mission.
Die Stiftung beschreibt Tara als schwimmendes Labor, dessen wissenschaftliche Arbeit von empfindlicher technischer Ausrüstung abhängt. Der Verlust von Computern trifft daher neben den persönlichen Gegenständen der Besatzung auch den Arbeitsalltag an Bord. Ob Forschungsdaten betroffen oder gesichert waren, teilte die Stiftung zunächst nicht mit.
Nach dem Überfall setzte Tara ihre Fahrt in Richtung Palau fort. Dort sollte die Schonerin am 27. August eintreffen. Die Tara Ocean Foundation hält an der Expedition fest. Ob die örtlichen Behörden Ermittlungen aufgenommen, Beweismittel gesichert oder gestohlene Geräte gefunden haben, war am Dienstag öffentlich nicht bestätigt.
Quellen
- Franceinfo
- Tara Ocean Foundation
- TF1 Info mit AFP
- Bateaux.com
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).