Grand Canyon National Park – 01.09.2026: Nach einer schweren Sturzflut im Grand Canyon im US-Bundesstaat Arizona sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Rund 15 weitere Personen wurden nach Angaben des National Park Service zunächst vermisst oder konnten nicht erreicht werden. Die Flut traf am Samstag, 29. August, das Tal des Bright Angel Creek und die Umgebung der Unterkunft Phantom Ranch tief im Inneren des Nationalparks.
Die Rettungskräfte setzten ihre Suche am Montag fort. Der National Park Service arbeitet dabei mit der Sicherheitsbehörde des Bundesstaats Arizona zusammen. Die Parkverwaltung bat Wanderer, Angehörige und mögliche Zeugen um Hinweise zu Menschen, die sich am 29. August auf dem North Kaibab Trail, am Bright Angel Creek oder auf dem Campingplatz Bright Angel aufgehalten hatten. Im schwer zugänglichen Canyon erschweren beschädigte Wege, instabile Hänge und weitere Niederschläge die Arbeiten.
Mindestens 62 Menschen wurden mit Hubschraubern aus Phantom Ranch und vom unteren Abschnitt des North Kaibab Trail ausgeflogen. Weitere Evakuierungen waren vorgesehen. Die Geretteten kamen zum Südrand des Canyons, wo das Amerikanische Rote Kreuz Unterstützung organisierte. Die Flut war am Samstagnachmittag nach starken Regenfällen angeschwollen und hatte Wanderwege sowie Übergänge über den Bach unpassierbar gemacht.
Besonders schwer sind die Schäden an der Infrastruktur. Nach Angaben der Parkverwaltung wurden nahezu alle Fußgängerbrücken über den Bright Angel Creek zerstört. Der Colorado River war zeitweise für den Bootsverkehr gesperrt, weil Metallteile und anderes Treibgut in den Fluss gelangt waren. Phantom Ranch, der Campingplatz Bright Angel und der North Kaibab Trail bis zur Ranch bleiben auf unbestimmte Zeit geschlossen. Für Wanderer fällt damit eine der wichtigsten Verbindungen zwischen dem Nordrand und dem Inneren des Canyons aus.
Erheblich beschädigt wurde auch die Transcanyon-Wasserleitung, die den stark besuchten Südrand versorgt. Weil die Leitung außer Betrieb ist, führte die Verwaltung am 31. August strenge Sparmaßnahmen ein und setzte die Übernachtungsangebote der privaten Konzessionsbetriebe im Park aus. Tagesbesuche bleiben möglich. Medizinische Versorgung, Poststelle und Gastronomie am Südrand arbeiten nach Angaben des Parks weiter, teilweise mit verkürzten Öffnungszeiten.
Associated Press zufolge könnten etwa 40 Prozent der rund 20 Kilometer langen Wasserleitung beschädigt oder zerstört sein. Sie führt durch äußerst schwer zugängliches Gelände und wird bereits seit mehreren Jahren erneuert. Für Reparaturen müssen Material und Personal teils per Hubschrauber in den Canyon gebracht werden. Der National Park Service warnte unterdessen vor weiteren Gewittern, neuen Sturzfluten, Steinschlag und rasch wechselnden Bedingungen an den Wegen und am Colorado River.
Quellen
- Franceinfo: Tödliche Sturzflut im Grand Canyon
- National Park Service: Suche nach vermissten oder nicht erreichten Personen
- National Park Service: Schließungen und Wassersparmaßnahmen
- Associated Press: Schäden an der Transcanyon-Wasserleitung
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).