Fontainebleau – 28.08.2026: Sechs Wochen nach Ausbruch der ersten Feuer gelten die Waldbrände im Massiv von Fontainebleau offiziell als gelöscht. Die Präfektur des Départements Seine-et-Marne teilte am Freitag mit, die Einsatzkräfte hätten keine aktiven Brandherde mehr festgestellt. Damit endet die akute Phase eines ungewöhnlich großen Brandereignisses in dem bekannten Waldgebiet südlich von Paris.
Zwischen dem 12. und 24. Juli waren nach Angaben der Behörden mehrere Feuer ausgebrochen. Insgesamt wurden fast 2.000 Hektar Wald beschädigt, etwa zehn Prozent des gesamten Massivs. Bereits am 14. Juli brachten die Einsatzkräfte die Brände unter Kontrolle. Als vollständig gelöscht konnten sie jedoch zunächst nicht gelten: In den Böden verbliebene Glutnester und die ausgetrocknete Vegetation machten eine wochenlange Überwachung durch Feuerwehr und Forstkräfte notwendig.
Der Präfekt von Seine-et-Marne würdigte die Zusammenarbeit der beteiligten Stellen. Im Einsatz waren unter anderem der Feuerwehr- und Rettungsdienst des Départements, die staatliche Forstverwaltung, Sicherheitskräfte und kommunale Behörden. Ihre Aufgabe beschränkte sich nach dem Eindämmen der Flammen nicht auf die Suche nach Glutnestern. Beschädigte Wege und Bäume mussten geprüft, gefährliche Bereiche abgesperrt und Voraussetzungen für eine schrittweise Wiederöffnung geschaffen werden.
Seit dem 22. August sind aufgrund eines Präfekturbeschlusses rund 80 Prozent des Waldmassivs wieder zugänglich. Einzelne geschädigte oder weiterhin als gefährlich eingestufte Zonen bleiben geschlossen. Besucher sollen die örtlichen Sperrungen beachten, nur freigegebene Wege benutzen und abgebrannte Flächen nicht betreten. Dort können instabile Bäume, herabfallende Äste und beschädigte Böden auch nach dem Erlöschen der Feuer eine Gefahr darstellen.
Die offizielle Entwarnung bedeutet zudem nicht, dass die allgemeine Waldbrandgefahr vorüber ist. Die Präfektur verweist auf weiterhin trockene Pflanzenbestände. Offenes Feuer und Rauchen können neue Brände auslösen; Zufahrten für Rettungskräfte dürfen nicht blockiert werden. Wer Rauch oder Flammen bemerkt, soll den Feuerwehrnotruf 18 oder den europäischen Notruf 112 wählen und den Standort so genau wie möglich angeben.
In den betroffenen Gebieten beginnen nun Sicherungsarbeiten und die Erfassung der Schäden. Dabei geht es auch darum, welche Flächen sich aus eigener Kraft regenerieren können und wo forstliche Eingriffe erforderlich werden. Die ökologische Bewertung dürfte längere Zeit beanspruchen, weil sich Folgen für Böden, Pflanzen und Lebensräume erst nach und nach erkennen lassen. Bis diese Untersuchungen abgeschlossen und akute Gefahren beseitigt sind, werden die verbliebenen Sperrzonen weiter kontrolliert.
Quellen
- Präfektur Seine-et-Marne
- Franceinfo
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).