Gy – 04.09.2026: Auf einem Grundstück oberhalb der Gemeinde Gy in der Haute-Saône sind vier Mitglieder einer Familie tot aufgefunden worden. Unter den Toten sind zwei Jungen im Alter von sechs und zehn Jahren, ihr 42 Jahre alter Vater sowie die 74-jährige Mutter seiner Ehefrau. Das teilte der Staatsanwalt von Vesoul, Arnaud Grécourt, am Donnerstag mit.
Die Gendarmerie war am Abend des 2. September alarmiert worden. Auf dem Gelände lebte die Familie in einem Bungalow neben einem Haus, das sich noch im Bau befand. Die Einsatzkräfte entdeckten die beiden Erwachsenen in dem Bungalow, die Kinder in einem in der Nähe abgestellten Lieferwagen. Gy liegt etwa 30 Kilometer nördlich von Besançon und hat rund 1.000 Einwohner.
Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen vermuten die Behörden, dass der Vater die drei Angehörigen getötet haben könnte, bevor er sich selbst das Leben nahm. Der Mann und die beiden Kinder sollen nach Angaben der Staatsanwaltschaft durch Schüsse aus einem Jagdgewehr gestorben sein. Die Todesursache der 74-Jährigen war zunächst nicht abschließend geklärt. Angeordnete Obduktionen sollen dazu genauere Erkenntnisse liefern.
Die Staatsanwaltschaft Vesoul eröffnete ein Ermittlungsverfahren wegen vorsätzlicher Tötung und beauftragte die Recherchebrigade der Gendarmerie in Vesoul mit dem Fall. Am Tatort wurden Spuren gesichert; außerdem untersuchen die Ermittler die mutmaßliche Abfolge des Geschehens und die Verwendung der sichergestellten Waffe. Zu einem möglichen Motiv äußerten sich die Behörden zunächst nicht.
Bekannt ist lediglich, dass sich das Ehepaar nach Angaben der Staatsanwaltschaft in einer Trennungsphase befand. Daraus lässt sich jedoch kein gesicherter Schluss auf den Ablauf oder die Hintergründe der Tat ziehen. Obduktionen, kriminaltechnische Untersuchungen und mögliche Zeugenaussagen sollen helfen, die offenen Fragen zu klären. Auch die bislang von der Staatsanwaltschaft geschilderte Rekonstruktion ist ausdrücklich eine Arbeitshypothese.
In der kleinen Gemeinde löste der Fund Bestürzung aus. Bürgermeister Alexandre Lacroix erklärte, der Tod von vier Menschen, darunter zwei Kindern, erfülle Gy mit tiefer Trauer. Die Jungen hatten in der Gemeinde die Schule besucht. Ihr Tod berührt deshalb auch Mitschüler, Lehrkräfte und Familien, die sie aus dem Alltag kannten.
Die Ermittler müssen nun für jedes der vier Opfer den Todeszeitpunkt und die genaue Todesursache bestimmen. Erst die Ergebnisse der rechtsmedizinischen und ballistischen Untersuchungen können Aufschluss darüber geben, ob sich der angenommene Ablauf bestätigt. Bis dahin behandelt die Staatsanwaltschaft ihre Darstellung als vorläufigen Ermittlungsstand.
Quellen
- Franceinfo
- Staatsanwaltschaft Vesoul
- Agence France-Presse via Boursorama
- L'Est Républicain
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).