Kathmandu – 27.08.2026: Nach den verheerenden Sturzfluten im Norden Nepals werden vier französische Staatsangehörige vermisst. Das Nepal Tourism Board führte sie am Donnerstag in einer nach Nationalitäten aufgeschlüsselten Liste vermisster Reisender. Frankreichs Außenministerium hatte zuvor mitgeteilt, dass 80 französische Staatsbürger den diplomatischen Diensten ihre Anwesenheit im Land gemeldet hätten. Wo sie sich während der Katastrophe aufhielten, geht daraus nicht hervor.
Die Flut ereignete sich am Mittwoch, 26. August, nahe der Grenze zu Tibet. Wasser, Schlamm und Geröll erfassten Ortschaften und Verkehrswege im nepalesischen Distrikt Rasuwa sowie in weiteren Flusstälern. Nach Angaben nepalesischer und chinesischer Behörden kamen auf beiden Seiten der Grenze mindestens 273 Menschen ums Leben. Mehr als 1.300 Personen galten am Donnerstag weiterhin als vermisst.
In Nepal registrierten die Behörden 826 Vermisste, darunter Einwohner, Sicherheitskräfte, Beschäftigte und ausländische Reisende. Aus Tibet wurden weitere 558 Vermisste gemeldet. Die Angaben sind vorläufig: Zahlreiche Straßen, Brücken und Kommunikationsverbindungen wurden beschädigt oder zerstört. Rettungsteams suchen entlang der Flüsse nach Überlebenden und versuchen, die Identität sowie den Aufenthaltsort der Vermissten zu klären.
Die schwer getroffene Region ist ein Ziel internationaler Reisender und Pilgergruppen. Die nepalesische Tourismusbehörde meldete insgesamt 644 vermisste Reisende, darunter 127 Nepalesen. Auf ihrer Liste stehen Angehörige zahlreicher Staaten, neben vier Franzosen auch Deutsche, Belgier, Italiener, Spanier und Niederländer. Die Behörden prüfen, ob einzelne Personen die Gefahrenzone rechtzeitig verlassen haben, ohne sich anschließend bei den zuständigen Stellen zu melden.
Nach ersten Einschätzungen von Wissenschaftlern und Behörden könnte ein Abbruch von Eis und Gestein im Himalaya die Flut ausgelöst haben. Das Material soll einen Fluss zeitweise aufgestaut haben; als die Blockade brach, schoss eine Wasser- und Schlammlawine durch das Tal. Die genaue Ursache wird noch untersucht. Messdaten zufolge stieg der Pegel des Trishuli-Flusses innerhalb kurzer Zeit um mehrere Meter.
Frankreichs diplomatische Dienste stehen wegen der Vermissten mit den örtlichen Behörden in Verbindung. Die Suche ist schwierig, weil viele Reisende in abgelegenen Bergregionen unterwegs waren. Das französische Außenministerium weist für Nepal während der Monsunzeit auf Gefahren durch Überschwemmungen und Erdrutsche hin.
Am Donnerstag setzten Tausende Angehörige von Armee, Polizei und Hilfsorganisationen die Rettungsarbeiten fort. Die Vereinten Nationen stellten zwei Millionen US-Dollar aus ihrem zentralen Nothilfefonds bereit. Das Geld ist für medizinische Versorgung, Notunterkünfte und Trinkwasser bestimmt.
Quellen
- Franceinfo
- Associated Press
- Nepal Tourism Board
- Französisches Außenministerium
- Vereinte Nationen
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).