Trappes – 24.10.2026: Mehrere Hundert Menschen haben in Trappes des 26-jährigen Pengo Bossio Wangi gedacht. Vor dem Rathaus und auf den Straßen der Stadt westlich von Paris kamen Angehörige, Freunde und Bewohner zusammen. Ihre Trauer verband sich mit der Forderung nach lückenloser Aufklärung: "Gerechtigkeit soll geschehen", lautete eine der Botschaften bei der Versammlung.
Nach bisherigen Erkenntnissen eröffnete ein Mann am Freitag, dem 23. Oktober, aus einem Fahrzeug heraus das Feuer auf Passanten in Trappes und der benachbarten Gemeinde La Verrière. Pengo Bossio Wangi wurde getötet, fünf weitere Menschen wurden verletzt, darunter ein zwölfjähriges Mädchen. Mehrere Verletzte befanden sich Medienberichten zufolge in ernstem Zustand. Polizisten nahmen den mutmaßlichen Schützen noch am selben Tag im nahe gelegenen Coignières fest.
Die nationale Anti-Terror-Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen. Sie untersucht ein Tötungsdelikt mit terroristischem Zusammenhang. Präsident Emmanuel Macron sprach bei einem Besuch in Trappes von einem rassistischen Terroranschlag. Die genaue rechtliche Bewertung bleibt dem weiteren Verfahren vorbehalten: Ermittler müssen den Ablauf, das Motiv und eine mögliche Vorbereitung der Tat rekonstruieren.
Nach Angaben aus Ermittlerkreisen soll der Festgenommene erklärt haben, seine Opfer gezielt nach deren Hautfarbe ausgewählt zu haben. Ob und in welchem Zusammenhang diese Aussage fiel, ist Gegenstand der Untersuchungen. Sie ist bislang nicht gerichtlich überprüft. Polizei und Justiz werten Aussagen, Spuren sowie den mutmaßlichen Fahrweg des Verdächtigen aus.
Pengo Bossio Wangi war Kampfsportler. Seine Akademie in Aubervilliers würdigte ihn als jungen Athleten und veröffentlichte eine Trauerbotschaft. Nach Berichten aus seinem Umfeld wollte er seine Familie besuchen, als ihn die Schüsse trafen. Bei der Gedenkversammlung erinnerten Angehörige und Freunde an den Menschen hinter dem Namen, der nun mit der Tat verbunden ist.
Bürgermeister Ali Rabeh hatte bereits am Freitag von einem mutmaßlich rassistisch und möglicherweise islamfeindlich geprägten Anschlag gesprochen. Menschenrechtsorganisationen und lokale Initiativen warnten vor einer Gewöhnung an rassistische Gewalt. Für Montag, den 26. Oktober, wurde in Paris eine weitere öffentliche Kundgebung zum Gedenken an die Opfer angekündigt.
In Trappes prägten am Samstag weiterhin Polizeifahrzeuge und Absperrungen Teile des Stadtbildes. Zugleich versammelten sich die Menschen dort, wo der Schock besonders unmittelbar war. Für die Familien der Verletzten dauert die Ungewissheit an; für die Angehörigen von Pengo Bossio Wangi begann die Trauer mit einer gemeinsamen Forderung: Die Umstände seines Todes sollen vollständig aufgeklärt werden.
Quellen
- Franceinfo
- Associated Press
- Le Monde
- Le Parisien
- Liga für Menschenrechte Frankreich
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).