Umwelt

Sturm Austen fordert ein Todesopfer im Département Manche

Sturm Austen hat im Nordwesten Frankreichs einen 62-Jährigen getötet und zwei Menschen schwer verletzt. Einsatzkräfte und Netzbetreiber beseitigen Schäden und arbeiten an der Wiederherstellung der Stromversorgung.

Manche – 24.10.2026: Sturm Austen hat im Département Manche einen 62 Jahre alten Mann das Leben gekostet und zwei weitere Menschen schwer verletzt. Nach bisherigen Angaben verunglückte der Mann am Freitag, dem 23. Oktober, beim Zersägen eines umgestürzten Baumstamms. Der erste schwere Herbststurm der Saison brachte dem Nordwesten Frankreichs heftige Böen, entwurzelte Bäume, beschädigte Stromleitungen und erhebliche Verkehrsbehinderungen.

Das Sturmtief erreichte Frankreich in der Nacht zum Freitag über die Bretagne und zog anschließend über die Normandie und weitere nördliche Landesteile. Météo-France registrierte an mehreren Stationen außergewöhnlich starke Böen. Im bretonischen Plovan wurden 129 Kilometer pro Stunde gemessen, in Saint-Ségal 122 Kilometer pro Stunde. An der Pointe du Raz erreichte der Wind nach Medienangaben sogar 161 Kilometer pro Stunde.

Besonders ausgesetzt waren die Küsten der Bretagne, der Normandie und der Hauts-de-France. Für Teile der Ärmelkanalküste waren Windgeschwindigkeiten von mehr als 120 Kilometern pro Stunde erwartet worden. Kräftige Böen reichten bis in die Region Paris, nach Burgund und Lothringen. Nördlich der Seine kamen teils anhaltende Niederschläge hinzu, vor allem in Richtung der Somme-Bucht und des Départements Pas-de-Calais.

Erhebliche Folgen hatte der Sturm für die Stromversorgung. Enedis meldete am Freitag zahlreiche Ausfälle in der Bretagne, der Normandie, den Pays de la Loire und den Hauts-de-France. Der Netzbetreiber entsandte mehr als 2.000 eigene Beschäftigte und Mitarbeiter von Vertragsfirmen in die betroffenen Gebiete. Zusätzlich wurden mehrere Hundert Techniker einer landesweiten Schnelleinsatzgruppe mobilisiert. Wie schnell Reparaturen ausgeführt werden können, hängt von sicheren Zufahrtswegen und den örtlichen Wetterbedingungen ab.

Auch Reisende und Pendler mussten mit Ausfällen und Verzögerungen auf Straßen, Schienenstrecken und an Flughäfen rechnen. Herabfallende Äste und Bäume beschädigten an mehreren Orten Oberleitungen und Strommasten. Behörden riefen dazu auf, Wälder, gefährdete Küstenabschnitte und Bereiche mit beschädigten Leitungen zu meiden. Von Kabeln am Boden sowie von Gegenständen, die mit ihnen in Berührung stehen, geht weiterhin Lebensgefahr aus.

Der Name Austen wurde vom britischen Wetterdienst vergeben. Das Tief verlagerte sich am Freitag über die Nordsee in Richtung Benelux und Norddeutschland. Im französischen Nordwesten ließ der Wind am Abend schrittweise nach. Gemeinden, Feuerwehren und Netzbetreiber setzten danach die Erfassung der Schäden, die Räumung blockierter Straßen und die Sicherung beschädigter Gebäude fort. Enedis warnte ausdrücklich davor, herabgerissene Stromleitungen oder Gegenstände in ihrer Nähe zu berühren.

Quellen

  • Franceinfo
  • Météo-France
  • Enedis
  • TF1 Info

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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