Internationale Raumstation – 26.08.2026: Die französische ESA-Astronautin Sophie Adenot und der NASA-Astronaut Anil Menon haben am Dienstag, 25. August, eine Ersatzantenne an der Internationalen Raumstation (ISS) installiert und angeschlossen. Nach Angaben der NASA dauerte der Außeneinsatz sechs Stunden und 30 Minuten. Erste Kontrollen ergaben, dass die Anlage mit Strom versorgt wird und Daten übertragen kann.
Die Antenne verbindet die Raumstation über Relaissatelliten mit dem NASA-Kontrollzentrum in Houston. Sie ermöglicht die schnelle Übertragung großer Datenmengen und unterstützt die Sprachkommunikation mit der ISS. Die Ersatzanlage wurde am Z1-Träger oberhalb des Moduls Unity montiert. Menon und Adenot stellten anschließend die elektrischen und digitalen Verbindungen her, die für den Betrieb erforderlich sind.
Der Einsatz setzte die Arbeiten vom 18. August fort. Bei ihrem ersten gemeinsamen Ausstieg hatten Adenot und Menon die defekte Antenne demontiert. Weil sich Verbindungen nur mit Verzögerung lösen ließen, reichte die verbleibende Zeit jedoch nicht mehr aus, um auch den Ersatz anzubringen. Das ausgebaute Bauteil wurde zunächst außen an der Station gesichert. Am 25. August befestigten die Astronauten es auf einer Plattform für Ersatzteile am Träger der ISS.
Für Adenot war es innerhalb einer Woche der zweite Außeneinsatz. Am 18. August war sie nach Angaben der Europäischen Weltraumorganisation ESA als erste Französin zu einem Weltraumausstieg aufgebrochen. Vor ihr hatten vier französische Raumfahrer im freien Weltraum gearbeitet; zuletzt Thomas Pesquet. Außeneinsätze gehören zu den anspruchsvollsten Aufgaben einer ISS-Besatzung: Jede Bewegung erfolgt im Raumanzug, Werkzeuge und Bauteile müssen gegen ein Abdriften gesichert werden.
Menon nutzte bei den Arbeiten zeitweise den kanadischen Roboterarm Canadarm2, den ISS-Astronaut Jack Hathaway aus der Station heraus steuerte. Adenot arbeitete gesichert am Z1-Träger. Die NASA-Astronautin und Stationskommandantin Jessica Meir unterstützte beide aus dem Inneren der ISS bei der Vorbereitung sowie bei der Rückkehr in die Luftschleuse Quest.
Die ausgefallene Space-to-Ground-Antenne hatte seit November 2025 keine Verbindung mehr zu den NASA-Relaissatelliten herstellen können. Eine weitere Antenne hielt die Kommunikation der Station aufrecht, sodass der Defekt nach NASA-Angaben nicht zum Abbruch des Betriebs führte. Mit dem Ersatz steht nun wieder eine zusätzliche leistungsfähige Verbindung für wissenschaftliche Daten und Sprache bereit.
Nach dem Außeneinsatz setzte die Flugleitung ihre technischen Prüfungen fort. Die NASA bestätigte zunächst die erfolgreiche Stromversorgung und Datenübertragung. Die Arbeiten waren Teil der Expedition 75, deren Besatzung die Station wartet und wissenschaftliche Experimente unter den Bedingungen der Schwerelosigkeit ausführt.
Quellen
- Franceinfo
- NASA ISS-Blog
- Europäische Weltraumorganisation ESA
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).