Plymouth – 02.09.2026: Vor der Küste Südwestenglands ist nach dem Untergang des französischen Fischkutters Maranello ein Objekt auf dem Meeresgrund geortet worden, bei dem es sich um das gesuchte Wrack handeln könnte. Die Staatsanwaltschaft von Saint-Brieuc mahnte am Mittwoch jedoch zur Zurückhaltung. Erst weitere Untersuchungen könnten klären, ob der Fund tatsächlich die Maranello sei. Zwei Fischer werden weiterhin vermisst.
Der in Saint-Brieuc registrierte Kutter war am Samstag, 29. August, westlich von Plymouth in Seenot geraten und später gesunken. Nach Angaben der zuständigen französischen Seebehörde befanden sich fünf Menschen an Bord. Drei Besatzungsmitglieder wurden von einem anderen französischen Fischereifahrzeug gerettet. Von ihren beiden Kollegen fehlt seither jede Spur.
Weil sich das Unglück in britischen Gewässern ereignete, koordinierten britische Rettungsdienste den Einsatz. Französische Fischereifahrzeuge und das Schiff Garonne der französischen Marine beteiligten sich an der Suche. Am Montag, 31. August, wurden die aktiven Suchmaßnahmen nach mehreren Tagen eingestellt. Dieser Schritt bedeutet nicht, dass das Schicksal der beiden Vermissten geklärt wäre. Er markiert vielmehr den Übergang von der Seenotrettung zur technischen Untersuchung des Unglücksortes.
Die französische Marine hat den Minenjäger Sagittaire aus Brest in das Seegebiet entsandt. Das Spezialschiff soll die Position des mutmaßlichen Wracks präzise bestimmen und den Fund mit seiner Sonartechnik untersuchen. Solche Systeme können Strukturen auf dem Meeresboden erfassen, erlauben für sich genommen aber noch keine zweifelsfreie Identifizierung. Erst anhand genauerer Aufnahmen und charakteristischer Merkmale lässt sich beurteilen, ob es sich um die Maranello handelt. Danach kann über weitere Untersuchungen an der Fundstelle entschieden werden.
Die Staatsanwaltschaft von Saint-Brieuc hat wegen des Verschwindens der beiden Fischer ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Es soll den Ablauf des Unglücks und dessen Ursache klären. Öffentliche Angaben zu einem gesicherten Auslöser gibt es bislang nicht. Berichte über mögliche Schwierigkeiten mit dem Fanggeschirr sind keine behördlich bestätigte Erklärung. Auch aus der Ortung eines Objekts am Meeresgrund lassen sich noch keine Rückschlüsse auf die Ursache des Sinkens ziehen.
Die 2016 gebaute Maranello war Berichten aus der Bretagne zufolge am Dienstag, 25. August, von Saint-Quay-Portrieux ausgelaufen. Der Kutter gehörte dem Fischereiunternehmen Eouzan-Travadon. Für die Angehörigen der Vermissten schafft die mögliche Ortung erstmals einen konkreten, wenn auch noch unsicheren Bezugspunkt. Vorrangig bleibt nun die zweifelsfreie Identifizierung des Fundes; sie bildet zugleich die Grundlage für die weiteren Ermittlungen der Staatsanwaltschaft.
Quellen
- Franceinfo
- Mer et Marine
- TF1 Info
- Le Parisien
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).