Wirtschaft

Saudi-Arabien plant drei Freizeitparks bei Cergy-Pontoise

Ein saudi-arabischer Investor will sechs Milliarden Euro in ein Freizeitprojekt im Val-d'Oise stecken. Die Politik begrüßt die Aussicht auf neue Arbeitsplätze, doch Zeitplan, Genehmigungen und Konzepte sind noch offen.

Cergy-Pontoise – 25.08.2026: Saudi-Arabien will nach Angaben des Élysée-Palasts sechs Milliarden Euro in ein großes Freizeitprojekt bei Cergy-Pontoise investieren. Geplant sind bis zu drei Themenparks im Val-d'Oise, rund 30 Kilometer nordwestlich von Paris. Florence Portelli, Vizepräsidentin der Region Île-de-France und stellvertretende Vorsitzende der Republikaner, bezeichnete das Vorhaben als außerordentliche Chance für das Département.

Bekannt gegeben wurde das Projekt am Montag, dem 24. August, während des Frankreichbesuchs des saudi-arabischen Kronprinzen und Ministerpräsidenten Mohammed bin Salman. Präsident Emmanuel Macron erörterte mit ihm die strategische Partnerschaft beider Länder, die wirtschaftliche Zusammenarbeit und die Konflikte im Nahen und Mittleren Osten. Erstmals tagte zudem der französisch-saudi-arabische Strategische Partnerschaftsrat.

Hinter dem Vorhaben steht die Qiddiya Investment Company. Das Unternehmen gehört zur saudi-arabischen Diversifizierungsstrategie Vision 2030 und entwickelt im Königreich große Sport-, Kultur- und Freizeitprojekte. Bei Cergy-Pontoise soll ein zusammenhängendes Zielgebiet mit Themenparks, Hotels sowie Kultur- und Sportangeboten entstehen. Einer der Parks soll nach bisherigem Stand dem Manga-Universum von Dragon Ball gewidmet werden. Zu den beiden anderen Parks wurden noch keine näheren Konzepte veröffentlicht.

Macron stellte langfristig bis zu 22.000 direkte Arbeitsplätze in Aussicht. Dabei handelt es sich um eine Zielgröße, nicht um bereits vertraglich gesicherte Stellen. Offen sind ebenso der Zeitplan, die Verteilung der Investitionssumme auf einzelne Bauabschnitte und die konkrete Finanzierung. Bevor gebaut werden kann, stehen planungsrechtliche Prüfungen, Genehmigungen sowie Entscheidungen über Verkehrsanbindung und Infrastruktur an.

Als Standort ist das Gelände des früheren Freizeitparks Mirapolis vorgesehen, der 1991 geschlossen wurde. Die Nutzung eines bereits touristisch geprägten Areals könnte die Entwicklung erleichtern, beseitigt aber nicht die planerischen Hürden. Cergy-Pontoise ist durch Bahnverbindungen an Paris angebunden; bei den erwarteten Besucherzahlen dürfte dennoch entscheidend sein, wie Straßen, öffentlicher Nahverkehr und örtliche Infrastruktur ausgebaut werden.

Für die Region ist die Ankündigung zunächst ein starkes Investitionssignal. Portellis Zustimmung beruht auf der Aussicht auf Beschäftigung, zusätzliche Besucher und wirtschaftliche Impulse im Val-d'Oise. Zugleich fügt sich das Projekt in Macrons Bemühen ein, Frankreich als Standort internationaler Großinvestitionen zu präsentieren.

Eine baureife Planung liegt allerdings noch nicht vor. Der Élysée-Palast bestätigte die drei vorgesehenen Parks, die Investitionssumme und die Kooperation mit Qiddiya, nannte aber weder einen Baubeginn noch ein Eröffnungsdatum. Ob die angekündigten Arbeitsplätze entstehen, hängt damit von Genehmigungen, Finanzierungsbeschlüssen und der späteren Umsetzung ab.

Quellen

  • Franceinfo
  • Élysée-Palast
  • Le Monde
  • EFE
  • Euronews

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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