Cergy-Pontoise – 24.08.2026: Frankreich und Saudi-Arabien wollen in Cergy-Pontoise nordwestlich von Paris drei Freizeitparks errichten. Präsident Emmanuel Macron bezifferte die geplante saudische Investition auf sechs Milliarden Euro und stellte 22.000 direkte Arbeitsplätze in Aussicht. Bekannt gegeben wurde das Vorhaben am Montag nach Gesprächen mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman im Élysée-Palast.
Einer der Parks soll der japanischen Manga-Reihe Dragon Ball gewidmet sein. Nach Angaben aus dem Umfeld des Élysée-Palasts entstand die Idee bei einem Treffen beider Politiker im Dezember 2024 in Riad. Dort hätten Macron und Mohammed bin Salman ihre gemeinsame Vorliebe für Manga und besonders für Dragon Ball Z entdeckt. Welche Themen für die beiden anderen Parks vorgesehen sind, wurde zunächst nicht mitgeteilt.
Als Standort ist das Gelände des früheren Freizeitparks Mirapolis im Département Val-d'Oise im Gespräch. Mirapolis wurde 1987 eröffnet, stellte seinen Betrieb jedoch bereits 1991 wieder ein. Das seit Jahrzehnten ungenutzte Areal könnte damit erneut zu einem touristischen Ziel werden. Der genaue Grundstückszuschnitt und die baurechtlichen Voraussetzungen sind allerdings noch zu klären.
Auch die Finanzierung ist bislang als politisch vereinbartes Investitionsvolumen zu verstehen, nicht als bereits vollzogene Ausgabe. Die französische Präsidentschaft und die saudische Qiddiya Investment Company hatten beim Choose-France-Gipfel eine Absichtserklärung unterzeichnet, um ein großes Tourismus- und Unterhaltungsprojekt in Frankreich zu prüfen. Mit der Ankündigung erhält diese Vorarbeit nun einen Standort und einen finanziellen Rahmen.
Ein verbindlicher Baubeginn oder Eröffnungstermin wurde nicht genannt. Maxime Guény, Herausgeber des Fachmagazins Parcs et Loisirs Magazine, veranschlagt für ein Projekt dieser Größenordnung fünf bis sechs Jahre bis zur Eröffnung. Zuvor müssten unter anderem Planung, Umweltprüfungen, Genehmigungsverfahren, Verkehrsanbindung und Verträge mit den Investoren abgeschlossen werden.
Macron ordnet das Vorhaben in seine Strategie ein, ausländisches Kapital für große und beschäftigungsintensive Projekte nach Frankreich zu holen. Die genannten 22.000 direkten Arbeitsplätze sind vorerst eine politische Zielgröße. Aus den veröffentlichten Angaben geht nicht hervor, wie viele Stellen auf Bau, späteren Betrieb, Dienstleistungen oder Zulieferer entfallen sollen und über welchen Zeitraum sie berechnet wurden.
Die Freizeitparks waren Teil umfassenderer französisch-saudischer Gespräche über Verteidigung, Verkehr und Industrie. Paris vertieft damit seine Wirtschaftsbeziehungen zu Riad. Saudi-Arabien wiederum investiert im Zuge seiner wirtschaftlichen Diversifizierung verstärkt in Tourismus, Kultur, Sport und Unterhaltung. Ob das Projekt umgesetzt wird, hängt zunächst von den ausstehenden Planungs- und Genehmigungsschritten ab.
Quellen
- Franceinfo: Bericht über das Freizeitparkprojekt, die geschätzte Bauzeit und die angekündigten Arbeitsplätze
- Élysée-Palast: Choose-France-Dossier und Absichtserklärung mit der Qiddiya Investment Company
- AFP via Boursorama: Bericht vom 24.08.2026 über die Ankündigung in Paris
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).