Umwelt

Nach Sturm Austen sind 120.000 Haushalte weiter ohne Strom

Vor allem in der Normandie und der Bretagne sind am Samstag noch rund 120.000 Haushalte von Stromausfällen betroffen. Auch der Bahnverkehr bleibt in den betroffenen Regionen beeinträchtigt.

Rouen – 24.10.2026: Nach dem Durchzug des Sturms Austen sind in Frankreich weiterhin rund 120.000 Haushalte ohne Strom. Besonders betroffen sind die Normandie und die Bretagne. Das Sturmtief hat das Land inzwischen verlassen, doch beschädigte Leitungen, umgestürzte Bäume und schwer erreichbare Einsatzorte verzögern die vollständige Wiederherstellung der Versorgung.

Am Samstagmorgen hatte der Netzbetreiber Enedis noch 146.000 betroffene Haushalte gezählt. Bis zum Nachmittag sank ihre Zahl auf etwa 120.000. Die Reparaturteams konnten damit einen Teil der Schäden beheben. Für viele Bewohner bleibt die Lage dennoch belastend: Stromausfälle beeinträchtigen Beleuchtung und Heizung, die Kühlung von Lebensmitteln sowie Telefon- und Internetverbindungen. Wie lange einzelne Haushalte noch ohne Elektrizität auskommen müssen, hängt vom Ausmaß der örtlichen Schäden ab.

Nach Angaben von Enedis lagen die größten Ausfälle am frühen Samstagmorgen in der Normandie mit mehr als 55.000 Haushalten und in der Bretagne mit mehr als 46.000 Haushalten. Auch andere Gebiete im Westen und Norden Frankreichs waren zeitweise betroffen. Am Freitagabend waren landesweit noch 242.000 Haushalte ohne Elektrizität gewesen, nachdem Austen mit schweren Böen über die Küstenregionen und das Binnenland gezogen war.

Die Arbeiten konzentrieren sich auf beschädigte Leitungen und Anlagen des Verteilnetzes. Einsatzkräfte müssen Gefahrenstellen sichern, Zufahrten freiräumen und den Zustand der Infrastruktur prüfen, bevor Reparaturen beginnen können. Enedis warnt davor, herabgefallene Kabel zu berühren. Beschädigte Masten, ungewöhnlich tief hängende Leitungen und Kabel am Boden sollten aus sicherer Entfernung den zuständigen Stellen gemeldet werden.

Auch der Bahnverkehr ist weiterhin gestört. Auf mehreren Strecken in den betroffenen Regionen führen Schäden und Hindernisse im Gleisbereich zu Einschränkungen. Reisende müssen mit geänderten Verbindungen, Zugausfällen und längeren Fahrzeiten rechnen. Streckenabschnitte können erst wieder freigegeben werden, wenn Bäume entfernt, Oberleitungen und Signalanlagen kontrolliert und die Gleise auf Schäden untersucht worden sind.

Austen hatte Frankreich am Freitag, dem 23. Oktober, mit starken Windböen getroffen. An der Pointe du Raz im bretonischen Département Finistère wurden nach Medienberichten Geschwindigkeiten von bis zu 161 Kilometern pro Stunde registriert. Der Sturm entwurzelte Bäume und beschädigte Dächer. Im Département Manche starb nach Angaben der Präfektur ein Mann im Zusammenhang mit Arbeiten an einem umgestürzten Baum.

Seit Freitagabend ist die Zahl der Haushalte ohne Strom deutlich gesunken. Die Reparatureinsätze wurden am Samstag in den am stärksten betroffenen Gebieten fortgesetzt. Enedis arbeitet dabei abschnittsweise: Erst nach der Sicherung beschädigter Anlagen können Leitungen geprüft und Haushalte wieder an das Netz angeschlossen werden.

Quellen

  • Franceinfo
  • TF1 Info
  • Le Parisien
  • Enedis

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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