Trappes – 25.10.2026: Nach den tödlichen Schüssen in Trappes und La Verrière ist der Polizeigewahrsam des Hauptverdächtigen am Sonntag für eine psychiatrische Untersuchung ausgesetzt worden. Nach Angaben der Nationalen Anti-Terror-Staatsanwaltschaft soll geklärt werden, ob sein Gesundheitszustand weitere Vernehmungen zulässt. Die Untersuchung kann bis zu 48 Stunden dauern.
Bei den Angriffen am Freitag, 23. Oktober, wurde der 26-jährige Pengo Bossio Wangi getötet. Fünf weitere Menschen wurden verletzt, darunter ein zwölfjähriges Mädchen. Der Verdächtige soll am Vormittag aus einem Fahrzeug heraus an mehreren Orten in Trappes und der benachbarten Gemeinde La Verrière geschossen haben. Noch am selben Tag wurde er in Coignières festgenommen.
Die Nationale Anti-Terror-Staatsanwaltschaft übernahm die Ermittlungen wegen der Schwere der Tat, der verwendeten automatischen Waffe und des möglichen Ziels, die Bevölkerung einzuschüchtern. Präsident Emmanuel Macron bezeichnete den Angriff am Freitag in Trappes als rassistisch motivierte Terrortat. Die Ermittler prüfen den genauen Ablauf, mögliche ideologische Motive und das Umfeld des Tatverdächtigen.
Pengo Bossio Wangi war Amateurkämpfer im Mixed Martial Arts. Sein Sportverein, die Atch Academy in Aubervilliers, würdigte ihn als engagierten und hilfsbereiten Sportler. Angehörige und Unterstützer erinnerten am Sonntag bei einem Schweigemarsch in Aubervilliers an den 26-Jährigen. Die Familie verlangt über ihren Anwalt eine umfassende Untersuchung der möglichen Radikalisierung des Verdächtigen.
Die Aussetzung des Polizeigewahrsams beendet das Verfahren nicht. Sie folgt auf die medizinische Einschätzung, dass eine weitere Befragung vorerst nicht möglich oder nicht zu verantworten sein könnte. Nach Abschluss der psychiatrischen Untersuchung entscheidet die Staatsanwaltschaft abhängig vom Befund über das weitere Vorgehen. Die Ermittlungen zu den Schüssen und zum Umfeld des Verdächtigen laufen währenddessen weiter.
Medienberichten zufolge wurden auch Angehörige des Verdächtigen vorläufig festgenommen und am Sonntag weiter vernommen. In seiner Wohnung fanden Ermittler nach bisherigen Angaben eine Vorrichtung aus Gasflaschen und elektrischen Kabeln. Fachleute untersuchten den Fundort. Welche Bedeutung die sichergestellten Gegenstände haben und ob sie mit den Angriffen zusammenhängen, ist bislang nicht geklärt.
Auch zur Auswahl der Opfer liegen noch keine abschließenden Erkenntnisse vor. Parallel zur medizinischen Versorgung der Verletzten werten die Ermittler Zeugenaussagen, Spuren und mögliche Hinweise auf die Vorbereitung der Tat aus. Nach dem bislang veröffentlichten Stand wurde ein Mensch getötet; fünf weitere Menschen wurden bei der Schussserie vom 23. Oktober verletzt.
Quellen
- Franceinfo
- Associated Press
- Euronews
- TF1 Info
- Le Monde
- TV5 Monde
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).