Marseille – 29.08.2026: Unter den Gastronomen an der Place de Lenche im historischen Viertel Le Panier wächst die Sorge. Binnen etwa zehn Tagen wurden nach Berichten französischer Medien drei Restaurants beschädigt oder zum Ziel mutmaßlicher Brandanschläge. Besondere Unruhe löste ein Vorfall in der Nacht zum 25. August aus: Zwei maskierte Männer sollen versucht haben, in einem Lokal Feuer zu legen.
Nach den bislang bekannten Angaben näherten sich die Männer dem Restaurant gegen Ende des Betriebs. Einer von ihnen soll eine Flüssigkeit auf dem Boden verteilt haben. Der Betreiber bemerkte dies und griff ein. Auf Bildern einer Überwachungskamera soll zu sehen sein, wie es zu einem kurzen Gerangel kam. Ein Feuer brach demnach nicht aus, verletzt wurde niemand.
Etwa 20 Minuten später griff die Stadtpolizei französischen Medien zufolge einen 24 Jahre alten Mann auf. Ob er an dem Vorfall beteiligt war und welche Rolle weitere Personen spielten, müssen die Ermittlungen klären. Für den Verdächtigen gilt die Unschuldsvermutung. Die zuständigen Behörden machten zunächst keine ausführlichen Angaben zu möglichen Tatbeteiligten.
Mit dem Fall befasst sich nach Medienangaben eine auf organisierte und spezialisierte Kriminalität ausgerichtete Ermittlungsdienststelle. Sie untersucht, ob die einzelnen Taten zusammenhängen, nach welchen Kriterien die Lokale ausgewählt wurden und welches Motiv hinter den Angriffen stehen könnte. Betroffen sind Betriebe rund um einen Platz, an dem Restaurants und Cafés dicht beieinanderliegen.
Im Viertel ist von hohen Geldforderungen die Rede. Von einem Betrieb sollen bis zu 80.000 Euro verlangt worden sein. Diese Darstellung beruht auf Aussagen betroffener Gastronomen und ist bislang nicht gerichtlich bestätigt. Offen ist auch, ob es sich um klassische Schutzgelderpressung handelt oder ob die Betreiber zur Beauftragung bestimmter Sicherheitsdienste gedrängt werden sollten.
Für die Restaurantbesitzer geht es neben möglichen Sachschäden um ihre persönliche Sicherheit und die ihrer Beschäftigten und Gäste. Ein Feuer hätte in den engen Straßen des alten Quartiers rasch weitere Gebäude gefährden können. Die Häuser stehen dicht, zahlreiche Lokale befinden sich im Erdgeschoss, während die oberen Etagen bewohnt sind.
Die Ermittler werten Überwachungsaufnahmen und weitere Spuren aus. Zudem prüfen sie mögliche Verbindungen zwischen den angezeigten Taten. Polizei und Staatsanwaltschaft in Marseille haben die Berichte über Schutzgeldforderungen bislang nicht abschließend bestätigt. Belegt ist, dass innerhalb weniger Tage drei gastronomische Betriebe im zweiten Arrondissement beschädigt oder angegriffen wurden.
Quellen
- Franceinfo
- Journal FR
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).