Paris – 25.10.2026: Guillaume de Tonquédec macht die Geschichte seiner Eltern zum Stoff seines ersten Solostücks. Am Montag, 26. Oktober, steht der französische Schauspieler mit "Ta mère et moi" erstmals in der Salle Réjane des Théâtre de Paris auf der Bühne. Er hat den Text selbst verfasst und übernimmt die einzige Rolle. Grundlage ist sein gleichnamiges Buch, das im September im Verlag Stock erschienen ist.
Tonquédecs Mutter lebt seit mehr als 40 Jahren mit Multipler Sklerose. Sein Vater wurde über die Jahre zu ihrem wichtigsten pflegenden Angehörigen, bevor bei ihm die Alzheimer-Krankheit diagnostiziert wurde. Der Sohn beschreibt, wie beide Eltern allmählich ihre Selbstständigkeit verlieren und wie die Krankheiten die vertrauten Rollen innerhalb der Familie verändern.
Der Text blickt zugleich auf die gemeinsame Geschichte des Paares zurück, die lange vor den Diagnosen begann. Der Verlag Stock beschreibt das Buch als persönliche Erinnerung an eine große Liebe und an eine Familie, deren Alltag zunehmend von Pflege geprägt wird. Tonquédec verbindet Kindheitsszenen mit Beobachtungen aus dem Leben seiner Eltern und mit dem Gefühl, ihrem körperlichen und geistigen Abbau wenig entgegensetzen zu können.
Für die Bühne wird der literarische Bericht zu einer unmittelbaren Erzählung vor Publikum. Regie führt Djanis Bouzyani. Die Musik stammt von der Sängerin und Schauspielerin Camélia Jordana, für die Videogestaltung ist Olivier Simola verantwortlich. Die Produktion ist als eigenständiges Soloformat entwickelt worden und erlebt in Paris ihre Uraufführung.
Nach Angaben des Théâtre de Paris und der französischen Theaterplattform ARTCENA sind bis zum 29. Dezember Vorstellungen jeweils montags und dienstags geplant. Gespielt wird in der Salle Réjane, der kleineren der beiden Bühnen des Hauses im neunten Pariser Arrondissement.
Tonquédec ist einem breiten Publikum vor allem durch die Fernsehserie "Fais pas ci, fais pas ça" bekannt. Für sein Solodebüt wählt er keinen fiktionalen Stoff, sondern eine intime Familiengeschichte. In Interviews sagte er, die Zustimmung seiner Eltern sei für das Schreiben unerlässlich gewesen. Sein Vater habe die gemeinsame Lage oft mit einem beruhigenden Satz zusammengefasst: "Deiner Mutter und mir geht es gut."
Der Abend ist weder medizinische Fallstudie noch programmatisches Plädoyer zur Pflegepolitik. Er erzählt, wie chronische Krankheit eine Ehe, die Beziehung zwischen Eltern und Kindern und den Alltag eines pflegenden Angehörigen verändert. Die Premiere am 26. Oktober eröffnet die bis Ende Dezember geplante Pariser Aufführungsserie.
Quellen
- Franceinfo
- Théâtre de Paris
- Éditions Stock
- ARTCENA
- TF1 Info
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).