Wirtschaft

Frankreich schließt Straßengüterverkehr von neuer Kraftstoffhilfe aus

Frankreich verlängert die Kraftstoffhilfen für mehrere Branchen im September und Oktober. Der Straßengüterverkehr geht zunächst leer aus, obwohl Verbände mit der Regierung über weitere Unterstützung verhandeln.

Paris – 03.09.2026: Frankreich verlängert seine Hilfen gegen hohe Kraftstoffpreise im September und Oktober, schließt den Straßengüterverkehr von der neuen Regelung jedoch aus. Damit bleibt vorerst eine Branche ohne Unterstützung, die bei den bisherigen Maßnahmen ausdrücklich berücksichtigt worden war. Die Regierung gab die Verlängerung am Donnerstag bekannt, nachdem die bis Ende August geltenden Hilfen ausgelaufen waren.

Für Speditionen und andere Unternehmen des Straßengüterverkehrs ist die Entscheidung besonders folgenreich, weil der Dieselpreis ihre Betriebskosten unmittelbar beeinflusst. Nach Angaben des Verkehrsministeriums machte Energie bei vielen Unternehmen, die von der im Frühjahr beschlossenen Sonderhilfe erfasst wurden, mehr als ein Viertel der Kosten aus. Die Förderung war als Pauschale je Fahrzeug ausgestaltet und lag abhängig von der Fahrzeugkategorie zwischen 70 und 500 Euro.

Bruce Aiglehoux, Generalsekretär der Organisation Europäischer Straßentransporteure in der Region Île-de-France, reagierte mit Unverständnis. Der Sektor sei über den Ausschluss nicht informiert worden, sagte er am Donnerstag dem Sender Franceinfo. Dies wiege umso schwerer, als der Verband nach seinen Angaben weiterhin mit der Regierung über eine dritte Runde von Kraftstoffhilfen verhandle.

Regierungssprecherin Maud Bregeon hatte zuvor angekündigt, die Unterstützung für besonders stark betroffene Wirtschaftszweige im September und Oktober fortzusetzen. Genannt wurden unter anderem Landwirtschaft, Fischerei und Bauwirtschaft. Auch das Hilfsfenster für einkommensschwächere Berufspendler mit hoher Fahrleistung soll mindestens bis zum 30. September 2026 geöffnet bleiben.

Der Ausschluss des Güterverkehrs hinterlässt damit eine Lücke zwischen der allgemeinen Entlastungszusage und der konkreten Ausgestaltung des Programms. Die im April eingeführte Hilfe stand Unternehmen mit weniger als 1.000 Beschäftigten offen, sofern ihre Haupttätigkeit im gewerblichen Straßenverkehr von Gütern, Personen oder Patienten lag. Je Unternehmen war eine Unterstützung von bis zu 60.000 Euro möglich.

Die Regierung begründet die Entlastungen mit dem Preisanstieg infolge des Konflikts im Nahen Osten. Diesel kostete an vielen französischen Tankstellen zuletzt weiterhin mehr als zwei Euro je Liter. Spediteure können höhere Einkaufspreise zwar über vertragliche Preisgleitklauseln an ihre Auftraggeber weiterreichen. Häufig geschieht dies aber zeitverzögert, was insbesondere die Liquidität kleiner Betriebe belastet.

Hinzu kommt, dass bereits die frühere Unterstützung an enge Voraussetzungen gebunden war. Branchenverbände kritisierten im Frühjahr, ein erheblicher Teil der Unternehmen habe wegen der Förderkriterien keinen Zugang erhalten. Ob die laufenden Verhandlungen mit den Transporteuren in eine gesonderte dritte Hilfsrunde münden, teilte die Regierung am 3. September nicht mit.

Quellen

  • Franceinfo
  • Französische Regierung
  • Ministerium für ökologischen Wandel und Verkehr
  • Service Public Entreprendre
  • L'Officiel des transporteurs

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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