Politik & Gesellschaft

Autopsien bestätigen tödliche Gewalt gegen Familie in Gy

Nach dem Fund von vier Toten im ostfranzösischen Gy haben die Obduktionen die Todesursachen von drei Opfern geklärt. Die Großmutter wurde mit einer Stichwaffe getötet, die beiden Kinder starben durch Schüsse.

Gy – 05.09.2026: Nach dem Fund von vier Toten in Gy im Département Haute-Saône haben die Obduktionen die Todesursachen von drei Opfern geklärt. Die 74 Jahre alte Großmutter der beiden Kinder wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft Vesoul mit einer Stichwaffe getötet. Die beiden Jungen starben durch Schüsse. Damit erhärtet sich der Verdacht auf ein Tötungsdelikt innerhalb der Familie.

Die Leichen waren am Abend des 2. September auf einem Grundstück oberhalb der ostfranzösischen Gemeinde entdeckt worden. Die Familie lebte dort in einem Bungalow neben einem noch nicht fertiggestellten Haus. Nach den bisherigen Ermittlungen wurden die Kinder in einem Nutzfahrzeug gefunden, das vor dem Gebäude stand. Die beiden Erwachsenen lagen im Bungalow.

Unter den Toten war auch der 42 Jahre alte Vater der Kinder. Die Staatsanwaltschaft geht nach dem derzeitigen Stand davon aus, dass er seine beiden Söhne und seine Schwiegermutter tötete und sich danach selbst das Leben nahm. Diese Rekonstruktion ist vorläufig und bleibt Gegenstand der Ermittlungen. Wegen des Todes des mutmaßlichen Täters kann kein Strafverfahren gegen ihn geführt werden.

Die Ermittlungsbehörde hatte zuvor erklärt, dass die Kinder und ihr Vater vermutlich durch ein Jagdgewehr ums Leben kamen. Bei der Obduktion der Großmutter sollte insbesondere festgestellt werden, ob auch sie erschossen worden war. Die Untersuchung ergab jedoch, dass sie mit einer Stichwaffe getötet wurde. Die rechtsmedizinischen Befunde präzisieren somit den mutmaßlichen Ablauf, beantworten aber noch nicht alle Fragen zu den Umständen und zum Motiv.

Mit dem Fall ist die Recherchebrigade der Gendarmerie in Vesoul betraut. Die Ermittler werten beschlagnahmte digitale Geräte aus und prüfen Kontakte sowie mögliche Nachrichten vor und während der Tat. Solche Auswertungen können Hinweise auf die zeitliche Abfolge und die Vorgeschichte liefern. Abschließende Erkenntnisse dazu hat die Staatsanwaltschaft bislang nicht veröffentlicht.

Die Mutter der Kinder wurde medizinisch betreut und inzwischen von den Ermittlern angehört. Das Paar befand sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft in einer Trennungsphase. Der Vater war demnach zuvor nicht wegen Gewalt gegen Personen verurteilt worden; bekannt waren Verurteilungen wegen Eigentumsdelikten. Daraus lässt sich kein gesichertes Tatmotiv ableiten.

In der kleinen Gemeinde löste der Tod der vier Familienmitglieder große Betroffenheit aus. Für Schülerinnen und Schüler wurde psychologische Unterstützung organisiert. Die weiteren Ermittlungen konzentrieren sich auf die digitalen Spuren und die genaue Chronologie der Tat.

Quellen

  • Franceinfo
  • Agence France-Presse über Boursorama
  • RTL
  • Staatsanwaltschaft Vesoul

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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