Politik & Gesellschaft

16 Verletzte bei Kollision von Seilbahnkabine und Baukran in Alpe d’Huez

Eine Seilbahnkabine ist in Alpe d'Huez kurz nach der Abfahrt gegen den Ausleger eines Baukrans geprallt. 16 Menschen wurden verletzt; alle Betroffenen konnten das Krankenhaus nach Angaben des Betreibers noch am selben Tag verlassen.

Alpe d'Huez – 27.08.2026: Eine Seilbahnkabine ist am Mittwochmorgen im französischen Alpenort Alpe d'Huez mit dem Ausleger eines Baukrans kollidiert. 16 Menschen wurden verletzt, drei von ihnen galten bei der ersten medizinischen Einschätzung als Notfälle höchster Dringlichkeit. Nach Angaben der Präfektur befanden sich rund 50 Personen in der Kabine, als sich der Unfall gegen 9.30 Uhr an der Verbindung zum Pic Blanc ereignete.

Die Kabine war am Ausgangspunkt des dritten Streckenabschnitts in etwa 2.700 Metern Höhe gestartet. Nach Darstellung des Betreibers SATA Group hatte sie ungefähr 40 Meter zurückgelegt, als sie gegen den angehobenen Kranarm prallte. Das Baustellenfahrzeug wurde demnach für Arbeiten an einer Gondel eingesetzt. Die Wucht des Aufpralls schleuderte die Fahrgäste nach vorn.

Rettungskräfte versorgten 13 Menschen mit leichteren Verletzungen. Drei weitere Personen wurden zunächst der höchsten medizinischen Dringlichkeitsstufe zugeordnet. Fünf Betroffene flogen die Einsatzkräfte nach Grenoble aus; sie wurden in das Universitätsklinikum Grenoble Alpes gebracht. Feuerwehr, Polizei und medizinische Rettungsteams arbeiteten an der hoch gelegenen Unfallstelle. Für Passagiere und Augenzeugen wurde zudem psychologische Soforthilfe organisiert.

Am Mittwochabend korrigierte Fabrice Boutet, Generaldirektor der SATA Group, den zunächst entstandenen Eindruck besonders schwerer Verletzungen. Seinen Angaben zufolge konnten sämtliche Betroffenen die Krankenhäuser noch am selben Tag verlassen. Dauerhaft schwere Verletzungen seien nicht festgestellt worden. Die am Unfallort vergebenen Dringlichkeitsstufen dienen der schnellen Einteilung von Patienten und entsprechen nicht zwangsläufig der späteren Diagnose im Krankenhaus.

Nach dem Zusammenstoß wurden die Seilbahnverbindungen zum Pic Blanc vorübergehend eingestellt. Vor einer Wiederaufnahme des Betriebs sollten die Kabinen kontrolliert werden. Die Anlage erschließt den höchsten Bereich des Ferien- und Skigebiets Alpe d'Huez und befördert auch im Sommer zahlreiche Ausflugsgäste und Bergsportler.

Wie der Kranarm in den Fahrweg der anfahrenden Kabine gelangen konnte, war am Donnerstagmorgen noch nicht öffentlich geklärt. Ebenso lagen zunächst keine gesicherten Angaben dazu vor, ob Vorschriften zur Absicherung der Baustelle oder zum Betrieb der Seilbahn missachtet wurden. Die Präfektur bestätigte den Rettungseinsatz und die Zahl der Verletzten, äußerte sich jedoch noch nicht zu einer möglichen Verantwortlichkeit.

Für die Untersuchung dürfte insbesondere die Abstimmung zwischen Baustellenbetrieb und Seilbahnsteuerung von Bedeutung sein. Zu klären ist, welche Arbeiten zur Unfallzeit ausgeführt wurden, wer die Position des Krans freigegeben hatte und ob die Abfahrt der Kabine hätte verhindert werden müssen. Eine behördliche Bewertung der Unfallursache lag am Donnerstagmorgen nicht vor.

Quellen

  • Franceinfo
  • Le Parisien
  • Le Dauphiné Libéré

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

Ende des Artikels

Geräteansicht